Asche

Asche – ein unterschätztes Abfallprodukt

Wenn Sie an Asche denken, dann haben Sie sicher ein bestimmtes Bild vor Augen. Etwas grau-schwarzes, staubiges, schmutziges. Asche bringen wir meistens mit negativen Vorzeichen in Verbindung. Da gibt es das Aschenputtel; jemand ist aschfahl im Gesicht; die letzten Worte am Grab: Asche zu Asche; usw. Was ist aber Asche genau?

Wie Asche entsteht

Asche ist nichts anderes als der Verbrennungsrückstand organischer Materialien, also Pflanzen und Lebewesen. Seit der Entdeckung und Nutzung des Feuers fällt Asche an. Die sogenannte Brandrodung war Jahrtausende lang ein fester Bestandteil der Landwirtschaft. Zahlreiche Pflanzen können sich nur vermehren und existieren, wenn ein Feuer die Vegetation vernichtet und die daraus entstandene Asche den Boden düngt.

Wie und wo können Sie Asche verwenden?

Kamine und Kaminöfen werden immer beliebter. Mit steigenden Heizöl- und Gaspreisen überlegen sich viele Verbraucher auf diese Heizmethode umzusteigen. Was manchen noch zögern lässt, ist der Verbrennungsrückstand, sprich die anfallende Asche. Meist wird sie achtlos als Abfall entsorgt. Ist sie aber nur wertloser Müll? Nein, Asche ist reich an Calcium, Kalium, Phosphor und Eisen. So mancher Hobbygärtner unter Ihnen wird nun aufhorchen. Denn es sind genau die Bestandteile, die in vielen gekauften Düngemitteln vorkommen und für die Sie im Gartencenter an der Kasse gutes Geld lassen. Immer vorausgesetzt, dass das verbrannte Material einwandfreies, naturbelassenes Holz ist. Etwa 100 Kilogramm Holz erzeugen im Durchschnitt 400 Gramm Asche.

Die Skeptiker unter Ihnen werden nun sagen: Aber auch in einem unbehandelten Holz können Schwermetalle vorhanden sein, je nach Alter des Baumes. Sollten Sie weitere Einwände haben, dann denken Sie darüber nach, dass das gesamte Pflanzenwachstum überwiegend aus pyrotechnischen Vorgängen entstand, wie z. B. Blitze, Vulkanausbrüche, Brandrodung. Die wohl fruchtbarste Erde ist Terra preta – mit einem wichtigen Hauptbestandteil: Asche! Mehr dazu erfahren Sie in dem Beitrag über Düngen mit Asche. Neben dem Düngen ist Asche auch vielfältig im Haushalt einzusetzen, als Streumittel, zur Reinigung oder zur Dämmung.

Und keine Angst vor Schmutz und Staub! Sie müssen nicht mehr, wie in alten Zeiten einen Aschekasten durchs Haus tragen oder die Brennstelle auskehren, dafür gibt es seit einigen Jahren Aschesauger, die staubfrei und hygienisch arbeiten.

Wenn Sie also demnächst die Asche aus Ihrem Kamin oder Ofen entfernen, dann denken Sie an dessen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.

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