Glasbodenplatte

Ganz ohne Zweifel ist ein Kamin zumeist eine Bereicherung für fast jeden Haushalt: Er wirkt nicht nur sehr edel, sondern sorgt an kalten Tagen auch für kuschelige Wärme und schafft eine behagliche Atmosphäre. Wichtig ist jedoch auch, dabei nicht die Sicherheit aus den Augen zu lassen. Denn schließlich handelt es sich bei einem Kamin immer um eine potenzielle Brandquelle: Offenes Feuer kann schnell auf den Boden des Wohnzimmers übergreifen und sich von dort weiter ausbreiten. Eine gute Möglichkeit, diesem Risiko entgegenzuwirken, ist eine Glasbodenplatte für den Kamin unterzulegen.

Die Glasbodenplatte – nicht nur praktisch, sondern auch Pflicht

Tatsächlich ist die Glasbodenplatte nicht nur ein zusätzlicher Schutz für den Ofen, sondern sogar gesetzlich vorgeschrieben, sofern sich der Kamin auf einem brennbaren Untergrund befindet. Das kann sowohl Holzboden als auch Beton, Keramik oder Naturstein sein. Wenn ein Kamin installiert wird, muss dieser stets vom örtlichen Schornsteinfeger geprüft und abgenommen werden. Er ist auch dafür zuständig, zu kontrollieren, ob eine Glasbodenplatte vorhanden ist.

Nicht nur aus reiner Pflicht, sondern auch allein des guten Gewissens wegen darf nicht auf eine Glasbodenplatte für den Kamin verzichtet werden: Es kann immer etwas geschehen, wenn der Ofen ein paar Minuten unbeaufsichtigt ist. Die Glasbodenplatte ist jedoch so konzipiert, dass ihr Funkenflug oder kleine, heiße Teile, die aus dem Ofen herausfallen, nichts ausmachen können. Dies kann sogar einen großen Brand verhindern, denn bekanntlich reicht allein schon ein einzelner Funke aus, um ein Feuer zu entzünden.

In erster Linie bewahrt die Bodenplatte natürlich davor, dass der Boden verschmutzt oder sogar Brandlöcher entstehen können. Asche und Reste der verbrannten Holzscheite sorgen schnell für irreparable Schäden auf dem Boden. Dieses Problem hat man mit einer Glasbodenplatte nicht. Bodenplatten aus Glas sind für den Kamin heutzutage in unterschiedlichen Formen und Größen erhältlich, so dass sich für jeden Kamin etwas Passendes findet.

Was bei der Größe der Glasbodenplatte beachtet werden muss

Ganz egal, welche Form die Glasbodenplatte aufweist – wichtig ist, dass sie groß genug für den Kamin ist und die gesamte Risikofläche vor dem Ofen abdeckt. In der Regel bekommt man bereits vom Hersteller in der Bedienungsanleitung des Ofens entsprechende Hinweise darüber, welche gläserne Bodenplatte dafür geeignet ist bzw. wie groß diese mindestens sein muss. Eine andere Möglichkeit ist, die benötigte Fläche einfach selbst auszumessen.

Hierfür nimmt man einen Zollstock zur Hand und misst von der Innenkante der Brennkammer ab. Von hier aus sollte eine Glasbodenplatte mindestens 35-40 cm seitlich hervorstehen – je mehr, desto besser.
Sollte man sich dennoch nicht sicher sein, welche Glasbodenplatte die richtige ist, kann man selbstverständlich auch den Schornsteinfeger um Hilfe bitten, der dann ein entsprechendes Modell empfehlen wird. Auch in Fachmärkten und im Baumarkt kann man sich nach Glasbodenplatten erkundigen und sich umfassend beraten lassen.